Mittwoch, 20. Mai 2020

Hausdurchsuchung in den frühen Morgenstunden


Hausdurchsuchung bei meiner Vermieterin - oder

wenn die Kripo zweimal klingelt


Am Morgen des 20.05.2020,  gegen 7.30 Uhr wurde ich aus dem Schlaf geweckt. Als ich durch die Fenster schaute standen (dies ist nur im Halbschlaf geschätzt, es können auch mehr gewesen sein) etwa 10 Polizeibeamte auf der Straße vor dem Haus.

Als man mich am Fenster erblickte rief ein Polizist: "Sind Sie Frau.....?" was ich verneinte. "Ich bin nur die Untermieterin".

Daraufhin bat man, ob ich Zutritt zur Wohnung der Vermieterin geben könnte, da man eine Hausdurchsuchung durchführen müsste bei ihr.

Bevor ich jedoch meinen Wohnbereich verlassen konnte um den Polizisten Zutritt zu gewähren, rannte die Vermieterin bereits wild durch die Wohnung.

Die Beamten gingen in den Wohnzimmerbereich, wo sie alles durchsuchten und viele Unterlagen, Aktenordner etc. sicherstellten und mitnahmen.

Es ist schon ein merkwürdiges Gefühl wenn man in einer Wohnung lebt, bei der die Vermieterin eine Hausdurchsuchung hat.

Die Hausdurchsuchung dauerte etwa eine halbe Stunden, dann wurden alle sichergestellten Sachen abtransportiert. Teilweise wurde es sehr laut, aber die anwesenden Polizeibeamten hatten die Vermieterin schnell im Griff.

Warum gab es die Hausdurchsuchung?

Die Vermieterin hat mehrere Strafanzeigen bezüglich ihrer Katzenzucht erhalten. Da scheinbar die Staatsanwaltschaft einen Verdacht für berechtigt erachtet, hatte sie vorher bereits Ermittlungen, unter anderem bei Tierärzten die die Vermieterin als Kundin aufsucht, durchgeführt.

Und nun kam eben die Hausdurchsuchung dazu. So etwas wird nicht ohne Grund gemacht und ein Durchsuchungsbefehl ist nicht "mal eben" eingeholt. Da müssen schon schwerwiegende Dinge jemandem vorgeworfen werden.


Tja, und kurze Zeit später, als die Vermieterin wieder vor Gericht stand bezüglich des Mietverhältnisses musste sie natürlich gegenüber dem anwesenden Richter von sich geben, dass für diese Hausdurchsuchung die Untermieterin verantwortlich sei.

Ich bin mir sicher, dieses Märchen hat sie auch anderen erzählt. Nur die Wahrheit sieht leider anders aus......



Quelle des Fotos mit Veröffentlichungslizenz: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:German_Police_Car.jpg








Freitag, 8. Mai 2020

Nein, die Vermieterin hat niemals der Untermieterin gedroht ihr auf die Fresse zu hauen.......


Natürlich spielen wir hier keine Aufnahmen ab, in der man die Stimme der Vermieterin erkennt.


Es gibt ja hübsche Apps, mit denen man dies entsprechend so ändern kann, dass es sogar unterhaltsam klingt.

Die Aufnahme wurde angefertigt am  09.05.2020 um 21.49 Uhr. Und ja, die Vermieterin weiß, dass sie aufgenommen wird wenn sie die Untermieterin anpöbelt.

Es ist die verfremdete Originalaufnahme einer Gewaltandrohung, die natürlich die Vermieterin nie machte.....

Übrigens, das Original der Aufnahme wurde bereits vor einem Gericht abgespielt und als Beweis zugelassen.

Und zusätzlich hat die Vermieterin in ähnlicher Form auch die Untermieterin bedroht, während diese telefonierte. Tja, und der Gesprächsteilnehmer der Untermieterin könnte dies alles wortwörtlich verstehen und ist nun Zeuge vor Gericht gegen die Vermieterin.




Kosten, auf denen man sitzen bleibt.... oder viel Wind um nichts!

  Manchmal stellt man sich die Frage, wie man als Rechtsanwalt seinem Mandanten das Geld aus der Tasche zieht, und der Mandant es nie wieder...