Diese Katze, deren Elterntiere ebenfalls Zuchttiere der Vermieterin waren, wurde nie dem Verein als existent mitgeteilt und hatte folglich zu dem Zeitpunkt auch keinen Stammbaum. Nun war dieses Tier selber trächtig von einem der vielen Kater der Vermieterin.
Das Tier erhielt, da namenlos von Seiten der Vermieterin, von mir den Kosenamen "Blaumaus. Es handelte sich um eine Kätzin in der Farbe Blue Tortie ohne Weiß. Sie war von Anfang an extrem scheu, ließ sich von niemandem anfassen. Kam die Vermieterin auch nur 2 Meter an das Tier heran, flüchtete dies.
Daher hatte die Vermieterin wohl auch nicht die Trächtigkeit bemerkt, da man das Tier nicht anfassen konnte.
Am 04.02.2020 stürmte die Vermieterin völlig aufgelöst in mein Zimmer und bat mich um Hilfe, da diese Katze augenscheinlich gerade eine Geburt vorbereiten würde.
Es wurde ein Kitten geboren, jedoch stagnierte dann der Geburtsvorgang. Ich bat die Vermieterin das Tier in eine Tierklinik zu verbringen, da es augenscheinlich Komplikationen gäbe, wurde das Tier in eine Tierklinik gebracht. Ein Kaiserschnitt musste durchgeführt werden.
Soweit ich mich erinnere waren es insgesamt 6 Kitten, von denen jedoch nur 5 den Kaiserschnitt überlebten.
Die Katze wurde von der Vermieterin im Wohnzimmer in einem Sturdy untergebracht. Dies sind faltbare "Zelte", in denen Katzen ausgestellt, diese aber auch als Wurfkiste benutzt werden können.
Damit das Tier ungestört bleiben konnte und keine der vielen anderen Katzen der Vermieterin die Mutter so kurz nach dem Kaiserchnitt bedrängte, wurde dieses Wohnzelt stets per Reisverschluss verschlossen.
Da die Kitten aufgrund des Kaiserschnittes nicht gut begannen zu trinken, es auch der erste Wurf der Katze war, bedurfte es der menschlichen Hilfe. Nachdem die Vermieterin mehrfach erfolglos versuchte die Kitten an einer Zitzte anzulegen, erklärte ich mich dazu bereit und schaffte es nach wenigen Stunden, dass die Tiere begannen zu trinken. Die Vermieterin musste sich, sie war an dem Tag ja so erschöpft, erst einmal zu einem Schlaf auf das Wohnzimmersofa legen.
Die sonst so extrem scheue Kätzin begann sogar zu schnurren. Sie wurde nicht weniger scheu, es war nur der Situation geschuldet, dass das Tier nun die menschliche Nähe so zuließ. Während dieser Phase ließ sie sich von der Vermieterin und mir, während sie im Sturdy bei den Kitten war, sogar streicheln.
In den folgenden Tagen sah es erst einmal normal aus. Wer der Vater war, war nicht bekannt. Es kamen sicherlich mehrere der Deckkater der Vermieterin in Frage, oder es waren mehrere beteiligt, da die Kitten über die Farbe Blau (moglicherweise auch blue Tortie bei einem weiblichen Tier), bis hin zu creme und rot, mit und ohne eventuellem Silber, zeigten. Mit und auch ohne weiß, soweit ich mich erinnere.
Ein weibliches blaues Kitten machte den Eindruck, dass es sich möglicherweise um Zwergenwuchs handeln könnte. Dieses Kitten verstarb als erstes im Alter von etwa 3 Wochen.
Da die Vermieterin nicht über einen Kittenauslauf verfügte, habe ich ihr dann einen gekauft und ihr diesen geschenkt. So wurde dann die Kätzin mit den heranwachsenden Jungtieren bei dem größer werdenden Platzbedarf in diesen Auslauf gegeben.
Dieser konnte natürlich nicht so verschlossen werden wie der vorher genutzte Sturdy. Die Kätzin begann nun die Kitten in der Wohnung zu verschleppen, da sie augenscheinlich, sie war weiterhin sehr scheu, nicht dauerhaft im Wohnzimmer mit den Kitten bleiben wollte, in dem die Vermieterin seit Dezember (seit meinem Einzug) auch auf dem Sofa schlief.
Sie verschleppte die Kitten stets in das völlig verdreckte, zugemüllte und mit Kot und Urin aller Katzen, da als große Katzentoilette angesehen, Schlafzimmer. Dort mussten dann die Kitten von der Vermieterin und ihrem "Kind" aus verdreckten Unterschlüpfen eingesammelt und zurück in den Kittenauslauf ins Wohnzimmer verbracht werden.
Um das Schleppen zu verhindern improvisierte ich daher eine Abdeckung dieses Auslaufs mit einem Hasendrahtgitter. Somit wurde das Wegtragen der Jungtiere durch die Mutter verhindert. Die Kitten waren gesichert.
Was mich jedoch schon zu diesem Zeitpunkt verstörte war die Hygiene die die Vermieterin dort umsetzte. Kittenaufzucht bedeutet viel Schmutz und Dreck, der jeden Tag beseitigt werden musste. Wie die kleine Katzentoilette, die die Mutterkatze mitbenutzte, innen der Auslauf, oder die Futterschalen teuilweise aussahen, für mich ein Alptraum. Gut an den wenigen Tagen, an denen die Vermieterin ein paar Stunden arbeitete in der Zeit hätte das erwachsene "Kind" sich kümmern können. Aber dies hat scheinbar daran kein Interesse, es kümmerte sich nur rudimentär darum.
Dann begannen mehrere Kitten nach und nach zu erkranken. Es entzündeten sich bei zwei Kitten die Augen. Da die Vermieterin irgendwo noch Augentropfen hatte, wurden diese verabreicht, was jedoch nur kurzfristig zu einer Besserung führte. Zusätzlich begannen Kitten zu niessen und zu husten.
Die Vermieterin therapierte in Eigenregie mit einem Antibiotikum, welches Sie durch eine Freundin, wir nennen sie in meinem Bog einfach einmal "Bärbel" (Name zum Schutz der Person verändert) erhielt.
Jedoch steigerte sich zu diesem Zeitpunkt wieder die Entzündung der Augen und es war das erste Mal Durchfall zu sehen in der Kittentoilette.
Zu dem Zeitpunkt war der Durchfall zwar hellbraun, aber noch eben als Kot erkennbar. Mehrfach musste ein blaues Kitten durch die Vermieterin auch gebadet werden, weil es vollgekotet war. Ein rotes männliches Kitten begann auffällig lethargisch zu werden. Es sonderte sich ab von der Mutterkatze und den Geschwistern. Es zeigte deutliches Schmerzverhalten, kauerte sich zusammengedrückt im Auslauf zumeist in den hinteren Bereich.
Zu diesem Zeitpunkt entdeckte ich in der Kittentoilette das erste Mal etwas auffällig helles schaumiges. Ich dachte zuerst an Erbrochenes und zeigte es der Vermieterin, die in einem Onlinegame vertieft zwar neben dem Auslauf an ihrem Computer saß, aber diese merkwüdige helle Flüssigkeit nicht sah. Als ich ihr diese zeigte sagte sie sogar "da ist nix" und setzte sich wieder an den PC.
Ich sagte ihr, dass rote Katerchen sähe nicht gut aus und sie solle es lieber einem Tierarzt vorstellen, was aber erst einmal nicht passierte.
Am Folgetag, wieder im Beisein der Vermieterin sah ich, wie ein weiteres rotes Tier in der Katzentoilette Kot absetzte. Es war wieder diese fast weiße, schäumend und säuerlich riechende Flüssigkeit, die ich bereits vorher entdeckte. Mindestens 2 Tiere wiesen zu diesem Zeitpunkt den Durchfall auf.
Die Vermieterin mischte nun etwas unter das Nassfutter. Es handelte sich dabei um Flohsamenschalen, die jedoch zu keinerlei Verbesserung führte. Die beiden Kitten wurden zusehends kränker. Es hat 4 Tage gedauert, bis sich dann die Vermieterin bequemte und die Tiere zum Tierarzt verbrachte.
Anmerkung:
Insgesamt verstarben 3 Kitten aus diesem Wurf. Woran diese tatsächlich verstarben ist mir unbekannt. Bekannt wurde es überhaupt nur, als ein unangekündigter erneuter Kontrollbesuch des Veterinäramtes (war ein Zweitbesuch, ein erster erfolgte kurze Zeit vorher) zu einer Brülltirade der Vermieterin führte und sie mich ankeifte, dass es keine 5 Kitten mehr seien da einige verstorben wären.
Da ich mir Sorgen um die Einschleppung von Infektionskrankheiten machte wurde die Vermieterin schriftlich aufgefordert mitzuteilen, woran die Kitten verstarben.
Natürlich erhielt ich keine Antwort.
Statt dessen machte sich die Vermieterin lustig darüber, dass ich meinen Wohnbereich regelmässig mit chlorhaltigen Haushalsreinigern reinigte, um eine Desinfektionswirkung zu erreichen. Der Geruch störte sie.
Die überlebenden Kitten wurden einem dritten Tierarzt vorgestellt um sie zu impfen und stellte ihnen ein Gesundheitszeugnis aus.
Ob die Vermieterin über die Todesfälle berichtete? Erzählte man diesem uninformierten dritten Tierarzt die im Wurf aufgetretenen Krankheiten und Todesfälle? Ich weiß es nicht, diese Frage müsste man dem Tierarzt stellen.
Ich denke, Tierarzt Nummer 3, der dann eine Momentaufnahme der Tiere sah, wurde nicht über die Krankheitsproblematik informiert und ging davon aus, es gab keine.
Warum also ein Züchter zu einem Haustierarzt zur Behandlung geht, zu einer Klinik zur Behandlung geht und dann an einer dritten Stelle impfen läßt und das Gesundheitszeugnis ausgestellt wird, dies nicht bei den Tierärzten macht, die die Kitten behandelten, ist schon ungewöhnlich.
Übrigens. Ich habe in einem anderen Blogbeitrag berichtet, wie ein verliehener Kennel aussah, als man mir diesen zurück gab. Hier davon ein Bild:

In diesem wurden von der Vermieterin zwei der hochgradig erkrankte Kitten die Augenentzündung, Schnupfen und weißen schaumigen Durchfall hatten, transportiert. Er wurde anschließend nicht gewaschen und desinfiziert, sondern dann durch die potenten Kater der Vermieterin volluriniert und von Tieren, die scheinbar tagelang darin schliefen, vollgehaart vor meine Tür gestellt.
Nachdem die Kitten entwöhnt waren, bzw. nicht mehr im Kittenauslauf befindlich, ließ sich die Kätzen wieder nicht mehr berühren und war ebenso Menschenscheu wie vor der Geburt.
Wie es dem Tier mittlerweile geht? Dies kann ich nicht sagen. Seit 3 Monaten dürfen die Tiere den Wohnzimmer / Schlafzimmerbereich nicht mehr verlassen.Ich habe die Tiere seitdem nicht mehr gesehen. Das einzige was ich danach noch mehrfach tagsüber und auch in der Nacht hörte; waren Deckschreie von Kätzinnen.
Nachdem die Kitten entwöhnt waren, bzw. nicht mehr im Kittenauslauf befindlich, ließ sich die Kätzen wieder nicht mehr berühren und war ebenso Menschenscheu wie vor der Geburt.
Wie es dem Tier mittlerweile geht? Dies kann ich nicht sagen. Seit 3 Monaten dürfen die Tiere den Wohnzimmer / Schlafzimmerbereich nicht mehr verlassen.Ich habe die Tiere seitdem nicht mehr gesehen. Das einzige was ich danach noch mehrfach tagsüber und auch in der Nacht hörte; waren Deckschreie von Kätzinnen.
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